35 UJZ Peine, solidarität mit anderen AZ's, AJZ's....

Das UJZ Peine wird in diesem Jahr 35 Jahre alt und gehört damit zu den ältesten selbstverwalteten Häusern hier. Das ist ein Grund zu feiern! 🥳
Zu diesem Jubiläum wollen wir uns mit den vielen autonomen und selbstverwalteten Zentren solidarisieren die unser Leben so viel schöner und erträglicher machen und die Entfaltung der Szene in dieser Form überhaupt erst ermöglichen.

Leider gibt es bei vielen Projekten gar Nix zu feiern. Ihnen steht das Wasser bis zum Hals oder sie sind leider schon Geschichte. Die Gründe dafür sind vielfältig beschissen. Ein großer Faktor ist die fortschreitende Gentrifizierung der Städte. Sie führt dazu, das Platz für Freiräume oder auch dringend benötigter, bezahlbarer Wohnraum dem kapitalistischen Wahn Alles „aufzuwerten“ und möglichst viel Profit aus Immobilien und Flächen zu schlagen zum Opfer fällt. Lebensraum und vielfältige, unkommerzielle Kultur werden marginalisiert und den Städten wird so genau das genommen was sie lebendig und lebenswert macht. Das ist tottraurig und jede Gelegenheit sich dem in den Weg zu stellen sollte genutzt werden. Hört euch um, unterstützt Projekte um Gebäude oder Flächen für Wagenplätze z.B. durch Kauf dauerhaft für die Szene zu sichern und werdet laut. Freiraum- und Anti-Gentrifizierungsdemos gibt es inzwischen (leider) fast in jeder Stadt.

Doch auch der Alltag in selbstverwalteten Häusern kann kräftezehrend sein. All diese Freiräume laufen nicht von selbst. Viele Menschen engagieren sich Tag für Tag, um die schöne Vielfalt von Konzerten, Parties und sonstigen Veranstaltungen zu ermöglichen und vor Allem auch Raum für unabhängige politische Arbeit zu schaffen, die wir überall genießen können. Das ist nicht selbstverständlich. Erstmal ein großes Dankeschön dafür! 💕 Aber das ist nicht so einfach wie es vielleicht scheinen mag. Nervenaufreibende bürokratische und finanzielle Hürden sind in fast jedem Projekt an der Tagesordnung und auch der tägliche Betrieb ist viel Arbeit. Fast immer gibt es nicht genug aktive Helfer*Innen. Da könnt ihr euch einbringen, wenn ihr es nicht sowieso schon tut. Jedes Haus, jeder Raum, jedes Projekt freut sich wenn interessierte Menschen kommen und Unterstützung anbieten. Und es gibt viel Neues zu entdecken, also Arsch hoch und mitmachen D.I.Y. or die!
Jede*r kann etwas tun. Engagiert und organisiert euch, supportet eure Zentren und geht mehr auf Konzerte.
Vor der eigenen Haustür und Überall!

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